Home Projekte Termine Galerie Kids

 

Katastrophe war vorhersehbar - Planung des Gewerbegebiets wird berarbeitet

Schon vor ber 10 Jahren haben Anwohner und Brgerinitiative darauf hingewiesen, dass die Planung des Gewerbegebietes an der Leopoldshher Strae starke Konflikte auslsen wird wegen der unmittelbar benachbart gelegenen Wohnbebauung und der bereits vorhandenen hohen Vorbelastung. Die Stadt Bad Salzuflen hat diese Hinweise konsequent missachtet. Insbesondere wurde das Konfliktpotential durch die bereits vorhandene Wohnbebauung, durch die Vorbelastung der vorhandenen Logistik-Unternehmen, als auch die kritische topografische Lage nie anerkannt. Diese folgenden Fakten sind nicht neu und schon seit Jahren bekannt:

1. Zum Zeitpunkt als der Landesverband seine teure Erschlieung unter Hochdruck vollzog, lief bereits die Klage am Oberverwaltungsgericht in Mnster. Die Stadt Bad Salzuflen und der Landesverband wollten schnell Fakten schaffen, um evtl. das Gericht zu beeinflussen. Hier ist der Verantwortliche zu suchen und nicht bei den Anliegern.

2. Das Urteil in Mnster wurde nicht nur aus formellen Grnden gefllt, sondern auch aus sachlichen. In der mndlichen Urteilsbegrndung wurde unter anderem auch schon auf Fehler in der Lrmkontingentierung hingewiesen.

3. Die Vorbelastung ist nicht erst seit der Logistik-Erweiterung berschritten worden. Dies wurde inzwischen auch durch ein Lrmgutachten bewiesen, das schon vor Monaten, lange vor der Erweiterung des Logistik-Unternehmens, der Stadt vorgelegt wurde. Dennoch fand es keine Bercksichtigung in der Planung. Ein Grund dafr wurde bisher nicht genannt. Die Hinweise der Anwohner scheinen grundstzlich als falsch und unbeachtlich bewertet zu werden.

4. Dem von den Anwohnern vorgeschlagene Regenwasserkanal entlang des Sichtschutzwalls an der Slterstrae wurde weder im ersten noch im zweiten Plan Beachtung geschenkt. Daraus folgt, dass enorme Aufschttungsmanahmen fr das Gewerbe und die Industrie erfolgen mssten, die die Wohnsituattion auf der Sdseite der Huser unsglich beeinflussen wrden.

5. Die Krnung im aktuellen Bauplan war nun der geplante 10-12 m hohe und 400 Meter lange Lrmschutzwall entlang der Slterstrae. Bei der Begehung durch den Planungsausschuss msste jedem Mitglied klar geworden sein, dass man so nicht planen darf, abgesehen davon, dass die Stadt auch noch hier versucht hat, die Politiker und Anlieger zu tuschen, in dem die Visualisierung des knftigen Walls an der unkritischsten Stelle gebaut wurde. Der Wall wurde dann als Pech fr die Anwohner abgetan und der Plan wurde im Aussschuss durchgewunken.

6. In diversen Schreiben und Pressemitteilungen haben die Brgerinitiative und auch die Anwohner auf Angebote zu einem Mediationsverfahren hingewiesen. Dieses wurde nie in Erwgung gezogen, da es anscheinend politisch gewollt war, das geplante Vorhaben durch zu setzen. Die Argumente der Brger wurden jedoch leider nicht gehrt.

Jetzt wre es einmal an der Zeit einzusehen, dass das geplante Gewerbe- und Industriegebiet - aufgrund der von den dort lebenden Anwohnern schon zu ertragenden Vorbelastungen - so an dieser Stelle einfach nicht sinnvoll und machbar ist.